Film Washi

Wem Negativ- und Diafilme zu fortschrittlich sind, kann dank Washi Film in der Fotogeschichte zurückreisen und mit Papiernegativen fotografieren.
Auf diese Idee kam der französische Fotograf Lomig Perrotin als er für ein Kunstprojekt, wofür er seinen eigenen Schwarzweißfilm herstellen wollte, Studien zu den arbeiten von Henry Fox Talbot und den ersten Papiernegativen, wie sie von Eastman Kodak verwendet wurden durchführte.

Anders als die ursprünglichen Papiernegative, bei denen man den Schwerpunkt darauf legte den Papierträger so transparent wie nur irgend möglich zu machen, profitiert man beim Washi Film von der Struktur des Papiers im Bild.

Natürlich ist nicht jedes Papier dafür geeignet. Es muss wie ein Aquarellpapier Wasser- und Chemikalienbäder aushalten aber zugleich flexibel genug sein um es zusammenrollen zu können – zumindest beim Rollfilm. Das pergamentartige und zugleich teiltransparente japanische Washi Papier wird aus Blättern des Maulbeerbaums gefertigt und erfüllt alle Voraussetzungen.

Mit dem einem belichteten Washi Film kann man nicht zum nächsten Drogeriemarkt laufen. Anders als die üblichen Filme, wird dieser bei Rotlicht mithilfe von normalem Papierentwickler auf Sicht entwickelt. Das bedeutet das man den Papierfilm aus dem Entwicklerbad nimmt, sobald man mit dem Ergebnis zufrieden ist.

Angeboten wird der Washi Film mit ISO 25 als 120er und 620er Rollfilm sowie als Planfilm in 4×5 Inch (8×10 Inch ist in Planung). Auf Wunsch stehen auch Sonderformate zur Verfügung.

Wir freuen uns darauf Ihnen diesen Film bei uns im Laden zeigen zu dürfen.